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Stromnetz| Einspeisung

Eigenerzeugungsanlagen bedürfen grundsätzlich der Betriebsgenehmigung durch Ihren örtlichen Netzbetreiber, die ewag kamenz. Nur dieser kann auf Grund seiner Kenntnisse der jeweiligen Netzanschlussverhältnisse beurteilen, ob eine Anlage am gewünschten Punkt angeschlossen werden kann. Für den Netzanschluss von Eigenerzeugungsanlagen notwendige Informationen und Formulare finden Sie im Downloadbereich unter Stromnetz | Einspeisung.


Für Ihre geplante Einspeiseanlage benötigen wir das Original der Anmeldung zum Netzanschluss Strom. Für die Planung des Netzanschlusses ist die vorherige Berechnung des Verknüpfungspunktes zwischen der Photovoltaikanlage und dem Verteilungsnetz notwendig. Für die Bearbeitung benötigen wir von Ihnen:


  • Datenblatt für die Erfassung von Eigenerzeugungsanlagen (Anlage zur Anmeldung zum Netzanschluss Strom)

  • Lageplan mit Flurstücksnummer, auf welchem die Grenzen des Grundstücks sowie der Aufstellungsstandort der Anlage(n) ersichtlich sind

  • Übersichtsschaltbild und Gesamtkonzept mit Anzahl, Typ und Leistung der Module und Wechselrichter

  • Technische Daten der Module und der Wechselrichter lt. Hersteller

  • Aufteilung der Wechselrichter auf die einzelnen Phasen des Drehstromsystems beim Einsatz ein- bzw. zweiphasiger Wechselrichter

  • Tabelle der gemessenen Oberschwingungsströme für jeden zum Einsatz kommenden Wechselrichtertyp lt. Hersteller und zugehörige Zertifikate (Datenblätter bezüglich der durch die Anlagen hervorgerufenen Netzrückwirkungen)

  • Konformitätsnachweis für jede Erzeugungseinheit sowie den zugehörigen Prüfbericht (mit Nachweis für Einhaltung der VDE-AR-N 4105)

  • Unbedenklichkeitsbescheinigung und Konformitätserklärung zur ENS (Einrichtung zur Netzüberwachung mit Schaltorgan) bzw. das Konzept zum Netzentkupplungsschutz


Einspeisemanagement nach §§ 9 und 14 EEG

Betreiber von EEG- und KWK-Anlagen müssen ihre Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 100 Kilowatt mit technischen Einrichtungen ausstatten, mit denen der Netzbetreiber jederzeit die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann und die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen kann.
Die Pflicht gilt auch als erfüllt, wenn mehrere Anlagen, die gleichartige erneuerbare Energien einsetzen und über denselben Verknüpfungspunkt mit dem Netz verbunden sind, mit einer gemeinsamen technischen Einrichtung ausgestattet sind, mit der der Netzbetreiber jederzeit die gesamte Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann und die gesamte Ist-Einspeisung der Anlagen abrufen kann.


Betreiber von Solaranlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 30 Kilowatt und höchstens 100 Kilowatt müssen ihre Anlagen mit technischen Einrichtungen ausstatten, mit denen der Netzbetreiber jederzeit die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann.


Betreiber von Solaranlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 30 Kilowatt müssen die Pflicht nach vorstehendem Satz erfüllen oder am Verknüpfungspunkt ihrer Anlage mit dem Netz die maximale Wirkleistungseinspeisung auf 70 Prozent der installierten Leistung begrenzen.


Zur Umsetzung dieser gesetzlichen Regelungen sind die „Technischen Mindestanforderungen der ewag kamenz zur Umsetzung des Einspeisemanagements nach §§ 9 und 14 EEG“ zu beachten, welche im Downloadbereich unter Stromnetz | Einspeisung zu finden sind.


Fragen zur technischen Umsetzung des Einspeisemanagements in Ihrer Erzeugungsanlage senden Sie bitte an folgende E-Mail-Adresse: netzservice(at)ewagkamenz.de.



Kraft-Wärme-Kopplung

Kraft-Wärme-Kopplung ist die Gewinnung von Energie, die gleichzeitig in Strom und auch in Wärme zum Heizen umgewandelt wird. Kraft-Wärme-Kopplungsmaschinen gibt es als kleine Einheit in Einfamilienhäusern oder im großen Maßstab in der Industrie. Hier sind es größere Kraftwerke, die die entstehende Wärme ins Fernwärmenetz einspeisen.


Die ewag kamenz ist entsprechend § 3 KWKG verpflichtet, den Anlagenbetreibern den aus ihren Anlagen angebotenen KWK-Strom aufzunehmen und zu vergüten sowie für den erzeugten KWK-Strom einen Zuschlag zu entrichten.


Die Prüfung der Vergütungsvoraussetzungen erfolgt auf der Grundlage des KWKG. Der Anlagenbetreiber hat dazu entsprechende Nachweise vorzulegen, z. B. Nachweise der Anmeldung/Zulassung bei der BAFA, Einbau von Messeinrichtungen.