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Strom | Fragen

Strom kommt aus der Steckdose – das scheint für uns alle selbstverständlich. Ist das wirklich so selbstverständlich? Die öffentliche Stromversorgung ist vielerorts gerade einmal hundert Jahre alt. Und jetzt steht die Stromversorgung wieder vor einem Wandel. CO2-Reduzierung, der Umgang mit fossilen Energieträgern sind Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht.

Strom Fragen

Gleichzeitig ist der Strommarkt liberalisiert. Jeder kann seinen Stromanbieter frei wählen. Welchen Strom will ich haben? Den Billigsten? Den Nachhaltigsten? Aber was ist eigentlich nachhaltig?

Lassen Sie uns über Strom reden!


Bis Mitte der 1990er Jahre war es (vor allem für Privatkunden) auf dem Strommarkt relativ übersichtlich, um nicht zu sagen notgedrungen sehr einfach. Die Stromversorgung lag in der Hand eines Anbieters, nicht selten den Stadtwerken oder eines überregionalen Unternehmens. Der Stromanbieter konnte nur selten frei gewählt werden.

Der Begriff „Stromliberalisierung“ beschreibt die Veränderung des Strommarktes seit Ende der 1990er Jahre. Vereinfacht gesagt ist das Ergebnis, dass heute jeder seinen Stromanbieter frei wählen kann.

Ziel der „Stromliberalisierung“ war es, mehr Wettbewerb unter den Anbietern zu erzeugen. Jeder Anbieter kann seinen Strom überall anbieten, gleichzeitig kann jeder Haushalt seinen Strom von überall her beziehen. Das heißt der „richtige“ Anbieter und der „richtige“ Kunde finden zusammen.


Als Folge der Stromliberalisierung kann jeder seinen Stromanbieter frei wählen. Entscheiden Sie sich für einen Stromanbieter, so schließen sie einen Liefervertrag mit dem Anbieter. Der Vertrag regelt die Einzelheiten der Stromlieferung (Laufzeit des Vertrages, Preis, Strommix). Ändert der Anbieter einzelne, vertragswesentliche, Bestandteile haben Sie ein Sonderkündigungsrecht.

Sie können den Stromanbieter wechseln, wenn Ihnen ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt wird, Ihr Vertrag endet oder Ihr Vertrag zur (meist automatischen) Verlängerung ansteht. Näheres entnehmen Sie Ihrem Stromliefervertrag. Meist kann Ihnen auch der Stromanbieter helfen, zu dem Sie wechseln möchten.

Sie wollen Ihren Stromanbieter wechseln? Wir machen Ihnen gern ein Angebot.


Eine Kilowattstunde (kWh) ist keine Zeiteinheit, sondern eine Energieeinheit, welche den Stromverbrauch misst. Sie beschreibt die Energie, welche eine Maschine mit einer Leistung von einem Kilowatt in einer Stunde aufnimmt oder abgibt – also den Stromverbrauch und die Stromerzeugung.
Die Abkürzung dafür ist kWh. Kilo (k) steht dabei für die Zahl 1000: 1 kW also für 1000 Watt.


Grün, Gelb oder Rot? Wie ein unsichtbarer Dritter:
Strom kann man nicht sehen. Er ist unsichtbar. Nur an seiner Wirkung kann man ihn erkennen: Stecker rein, Fön an, Haare trocken. Wasser rein, Kaffeepulver dazu, Schalter an, Kaffee fertig.


Eine beliebte Art, kleine Mengen Strom zu lagern, sind Akkumulatoren. Kennen Sie nicht? Doch! In Akkus oder „wiederaufladbaren Batterien“ kann Strom gespeichert und Energie somit mehrfach genutzt werden. Dahinter steckt ein elektrochemisches System. Durch elektrische Energie trennt man darin eine chemische Verbindung auf. Setzt sich diese wieder zusammen, wird der zuvor „gespeicherte“ Strom wieder abgegeben.

Bei größeren Mengen Strom wird das schon schwieriger: Man kann diese nicht direkt lagern. Aber man kann elektrische Energie umwandeln, um dann später wieder Strom daraus herzustellen. Allerdings geht durch die Umwandlung ein Teil der Energie verloren.

Für sehr große Mengen Strom nutzt man so genannte Pumpspeicherwerke: Mit überschüssigem Strom wird Wasser aus einem Fluss nach oben in einen See auf einem Berg gepumpt. Soll der Strom nun wieder eingesetzt werden, lässt man das Wasser durch Rohre wieder nach unten fließen. Über eine Pumpe, die nun als Turbine genutzt wird, wird aus der Strömung des Wassers wieder Strom erzeugt.


Die Sonne schickt in 20 Minuten so viel Energie zur Erde, wie die gesamte Menschheit in einem Jahr verbraucht.

Die durchschnittliche Sonneneinstrahlung (Tag und Nacht) in Deutschland liegt bei ca. 120 W/m2, so dass pro Quadratmeter und Jahr eine Energie von 120 Watt * 8760 h (Stunden des Jahres) =
1.051.200 Wattstunden oder rund 1000 Kilowattstunden (kWh) einfällt. Die maximale Leistung der Sonnenstrahlung beträgt dabei ca. 1000 W/m2 (im Sommer, um die Mittagszeit). (Quelle: Energie AG)

Diese Energie kann mit Hilfe von Solarzellen zur Wärmegewinnung (Warmwasserbereitung in sogenannten Sonnenkollektoren) und zur Stromgewinnung genutzt werden. In Photovoltaikanlagen wird
Lichtenergie durch Solarzellen direkt in elektrische Energie umgewandelt. Aus Tageslicht wird sozusagen Gleichstrom erzeugt, der in Batterien gespeichert werden kann. Ein Wechselrichter wandelt
die Energie in Wechselstrom um. Dieser kann dann ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

Dreiviertel des jährlichen Solar-Stroms werden übrigens im Sommer gewonnen. Stromkunden können aber beruhigt sein - egal, ob Sommer oder Winter: die unterschiedliche Sonnendauer hat keine Auswirkungen auf die Qualität des gelieferten Stromes.

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